Beratung Recht

Vaterschaftsanerkennung

Ein tiefer Einschnitt im Leben ist die Anerkennung der Vaterschaft. Vielen Männern wird bei dem Thema unwohl.

Wenn man Vater wird, ändert sich das Leben von heute auf morgen grundlegend. Es ist ein unvergesslicher Moment, doch neben den ganzen emotionalen Eindrücken, ändert sich auch das Leben vor dem Gesetz.

Warum Vaterschaft anerkennen

Die Vaterschaftsanerkennung ist eine freiwillige Willenserklärung des Mannes, die jederzeit und auch vor der Geburt des Kindes erfolgen kann. Sie ist vor allem dann nötig, wenn die Eltern bei der Geburt des Kindes nicht verheiratet sind.

Bei Eltern die nicht verheiratet sind, bleibt die Anerkennung der Vaterschaft in erster Linie ein behördlicher Akt. Je nach Wohnort erfolgt die generell kostenlose Vaterschaftsanerkennung im zuständigen Jugendamt – und zwar persönlich.

Unterlagen für die Vaterschaftsanerkennung

Um die Urkunde über die Anerkennung der Vaterschaft zu erhalten, benötigt der angehende Papa einen gültigen Personalausweis beziehungsweise Reisepass. Zudem bedarf es bei nicht verheirateten Paaren der beurkundeten Zustimmung der Mutter.
Wenn ein Elternteil noch nicht volljährig ist, wird die Zustimmung eines gesetzlichen Vertreters benötigt. Übrigens sollten unverheiratete Paare den Vorgang bereits vor der Geburt anstoßen und zeitgleich auch das Sorgerecht beurkunden.

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Rechte und Pflichten nach Anerkennung der Vaterschaft

Wer die Vaterschaft wirksam anerkennt wird – auch bei fehlender Ehe mit der Mutter – vollwertiger Vater mit allen Rechten und Pflichten. Dessen sollte man sich bewusst sein. Ein Widerruf der Anerkennung wegen Irrtums ist nämlich nur in Ausnahmefällen möglich. Los wird man die Vaterschaft dann nur noch im Rahmen eines Vaterschaftsanfechtungsverfahrens. Die wirtschaftlich bedeutendste Folge der Vaterschaft ist wohl die Unterhaltspflicht des Vaters gegenüber dem Kind.

Richtig interessant wird es allerdings erst, wenn es zur Trennung der Eltern kommt.

Beispielsweise hat der Vater bei vormals geteiltem Sorgerecht auch weiterhin ein Recht auf regelmäßigen Umgang mit dem Kind. Diesen kann ihm die Mutter auch nach Vollzug der Trennung nicht verwehren, außer es liegen schwerwiegende Gründe vor.

Im Trennungsfall wird der festzulegende Unterhalt zudem anhand der Düsseldorfer Tabelle bestimmt, die sich am Einkommen des Unterhaltspflichtigen sowie am Alter des Kindes orientiert.

Widerruf der Vaterschaft

Ist die Vaterschaft erst einmal anerkannt worden, kann sie nur widerrufen werden, wenn sie ein Jahr nach der Beurkundung noch nicht wirksam geworden ist (§ 1597 Abs. 3 BGB). Ansonsten kann der Anerkennende bei Zweifeln an seiner Vaterschaft diese nur anfechten (§ 1600 BGB), und zwar beim Familiengericht des Wohnorts des Kindes.
Erfolgversprechend ist ein Widerruf zum Beispiel dann, wenn die Vaterschaft ein Jahr nach Beurkundung von Amtswegen noch nicht wirksam wurde oder zwischenzeitlich ein Dritter anhand eines Vaterschaftstestes genetisch zweifelsfrei als Erzeuger festgestellt werden konnte.

Die Papa-Gruppe

Die Papa-Gruppe ist ein soziales Projekt von Des Vaters Seite, mit der wir Väter und Kinder in Not unterstützen. Auch du kannst mit einer Spende Unterstützer werden.

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