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„Ich bin Vater“ – warum das heute etwas ganz anderes bedeutet als früher

„Ich bin Vater“ – warum das heute etwas ganz anderes bedeutet als früher

Sie gehen mit zum Geburtsvorbereitungskurs, wollen – oder waren – bei der Geburt dabei (sein) und lieben es, viel Zeit mit Ihren Kindern zu verbringen. Und Sie finden das völlig normal? Ist es ja auch – aber noch nicht lange…

Werfen Sie mit uns einen Blick in die Vergangenheit: In prähistorischen Zeiten, als die Menschen den Zusammenhang zwischen Geschlechtsverkehr und Geburt noch nicht kannten, spielte der Vater vermutlich gar keine Rolle. Bei den Griechen und in Sparta war die Mutter hingegen untergeordnet: Die Erziehung übernahm der Staat im Internat und mit militärischer Ausbildung. Bei den Römern war der Vater als Patriarch Ernährer, Beschützer und Erzieher zugleich – Mütter hatten nicht viel zu sagen. In Zeiten großen kirchlichen Einflusses war Gott wichtiger als die Familie. Die Marienverehrung stellte überdies die Mutter in den Mittelpunkt. Zu Beginn der Industrialisierung hatte der Vater in erster Linie die Funktion des Ernährers, während sich die Mutter um die Kinder kümmerte. Seit Emanzipation und Feminismus haben Väter diese Funktion nicht mehr allein – heutzutage kann auch eine Mutter das Geld verdienen und eine Familie versorgen. Trotzdem – oder sogar gerade deshalb – sind Väter wichtig und unentbehrlich und spielen heute ein aktive Rolle im Familienleben.

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