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Hilfe für Kinder in überfüllten Flüchtlingslagern?

Viele Menschen auf zu wenig Platz: In den Unterkünften für Flüchtlinge im Land Griechenland ist es zu eng. Nun sagt ein Politiker: Lasst uns helfen und wenigsten die Kinder nach Deutschland holen. Nicht alle finden das gut.

Berlin (dpa) – Viele Menschen auf der Welt sind auf der Flucht: Sie suchen Schutz vor Krieg oder werden etwa wegen ihrer Religion verfolgt. Andere sind arm und verlassen ihr Zuhause, um woanders ein besseres Leben zu führen. Die Menschen kommen unter anderem aus Ländern in Afrika oder aus Syrien im Nahen Osten.

Manche der Menschen entscheiden sich, nach Europa zu gehen. Sie fahren etwa vom Land Türkei aus mit Booten über das Mittelmeer. So kommen sie im Land Griechenland an. Griechenland gehört zu Europa. Auf einigen Inseln dort sind in den letzten Monaten besonders viele Menschen angekommen, etwa auf Lesbos. Das hat zu einem Problem geführt: Die Unterkünfte für die Menschen sind extrem überfüllt.

Eigentlich ist dort Platz für etwa 7500 Menschen. Tatsächlich leben dort aber fünfmal so viele, nämlich etwa 40 000. Für die Menschen fehlen zum Beispiel genügend Klos und auch die Schlafplätze reichen nicht. Unter den vielen Leuten sind auch Kinder und Jugendliche. Manche von ihnen sind sogar ohne ihre Eltern auf der Flucht.

Der achtjährige Armid aus Afghanistan in einer Flüchtlingsunterkunft auf der griechischen Insel Samos
Bild: Partsalis

Ein deutscher Politiker hat nun vorgeschlagen: Lasst uns die Kinder, die ohne ihre Familien sind, nach Deutschland holen und ihnen helfen. Der Politiker heißt Robert Habeck und ist Chef der Grünen-Partei. «Wir können doch wenigstens für die Kinder in der größten Not unmittelbare Hilfe leisten», schlug er vor.

Einige Leute unterstützen Robert Habeck. Etwa der Vorsitzende der evangelischen Kirche. Oder Organisationen, die sich für Flüchtlinge einsetzen. Andere finden die Idee nicht gut. Zum Beispiel auch Politiker, die zur Partei CDU gehören. Die CDU gehört in Deutschland zur Regierung. Sie könnte die Idee also umsetzen. Doch die Politiker sagen zum Beispiel: Deutschland sollte das nicht alleine entscheiden, sondern sich mit anderen Ländern in Europa absprechen. So könnten die Menschen aus den Lagern auf viele Länder verteilt werden.

Redaktionelle Hinweise

  • Habecks Forderung stammt aus einem Interview der «Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung» (F.A.S.).
  • Unterstützung erhielt er zum Beispiel vom Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland, Heinrich Bedford-Strohm, und Pro Asyl. Kritik kam unter anderem von Staatssekretär Günter Krings (CDU) und dem Bundesinnenministerium.


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