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ElterngeldPlus und Partnerschaftsbonus

Neben dem ElterngeldPlus gibt es den Partnerschaftsbonus: Wenn beide Elternteile Ihre Arbeitszeit auf 25 bis 30 Stunden pro Woche reduzieren und gleichzeitig arbeiten, erhält jeder Elternteil das ElterngeldPlus für vier zusätzliche Monate.

Im Unterschied zum generellen Anspruch besteht dieser Anspruch auch ohne Reduzierung der Arbeitszeit. Danach haben beispielsweise Alleinerziehende, genauso wie Elternpaare, Anspruch darauf, für vier weitere Monate ElterngeldPlus zu beziehen. Voraussetzung: Sie sind in mindestens vier aufeinander folgenden Lebensmonaten des Kindes nicht weniger als 25 und nicht mehr als 30 Wochenstunden durchschnittlich im Monat erwerbstätig.

Für Geburten ab dem 01.09.2021 wird der Partnerschaftsbonus flexibler. Er kann dann mit 24 bis 32 Wochenstunden (statt mit bisher 25 bis 30 Wochenstunden) bezogen werden. Und er kann zwischen 2 und 4 Monaten genommen werden, mit flexiblem Ausstieg und kurzfristiger Verlängerung.

Bezug von Elterngeld wird flexibler

Durch Corona-Sonderregelungen sollen Eltern durch die Pandemie keine Nachteile beim Elterngeld- und Partnerschaftsbonusbezug haben. Die während der Elternzeit zulässige Arbeitszeit steigt, der Partnerschaftsbonus für die parallele Teilzeit beider Eltern ist künftig mit mehr Wochenstunden möglich.

Das sieht das „Zweite Gesetz zur Änderung des Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetzes“ vor.

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Teilzeitkorridor wird erweitert

Die während des Elterngeldbezugs und der Elternzeit zulässige Höchstarbeitszeit steigt von 30 auf 32 Wochenstunden. Der Partnerschaftsbonus für die parallele Teilzeit beider Eltern ist künftig mit 24 – 32 Wochenstunden statt mit bisher 25 – 30 Wochenstunden möglich und wird zudem vereinfacht.

Höhe des Elterngeldes bleibt gleich

Es wird sichergestellt, dass sich die Höhe des Elterngeldes für teilzeitarbeitende Eltern nicht verändert, wenn Einkommensersatzleistungen bezogen werden, wie zum Beispiel Kurzarbeitergeld oder Krankengeld. Bisher hat sich dadurch die Höhe des Elterngeldes reduziert.

Corona-Sonderregelung zum Partnerschaftsbonus wird verlängert

Eltern, die den Partnerschaftsbonus beziehen und wegen der Corona-Pandemie nicht wie geplant parallel in Teilzeit arbeiten konnten, müssen den Partnerschaftsbonus nicht zurückzahlen. Damit wird das Elterngeld krisenfester und stärkt Familien den Rücken. Diese Corona-Sonderregelung wurde zum 1. März 2020 eingeführt und wird bis zum 31. Dezember 2021 verlängert.

Einkommensgrenzen für Paare werden angepasst

Zur Finanzierung der Verbesserungen sollen künftig nur noch Eltern, die gemeinsam 300.000 Euro oder weniger im Jahr verdienen, Elterngeld erhalten. Bisher lag die Grenze für Paare bei 500.000 Euro. Für Alleinerziehende liegt die Grenze weiterhin bei 250.000 Euro.

Zusätzliche Elterngeldmonate für Eltern von Frühgeborenen

Wird ein Kind mindestens sechs Wochen vor dem errechneten Termin geboren, erhalten die Eltern einen zusätzlichen Monat Elterngeld. Wird das Kind acht Wochen zu früh geboren, gibt es zwei zusätzliche Elterngeldmonate, bei zwölf Wochen drei Monate und bei 16 Wochen vier.

Das Gesetz tritt zu großen Teilen am 1. September 2021 in Kraft.

Mehr zum Thema:

Homepage des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

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