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Auch wenn es Eltern nervt: Bei mäkeligen Kinder entspannt bleiben

Brokkoli ess ich nicht, Kartoffeln will ich nicht, iiih Suppe. Wenn Kinder an jedem Essen herummäkeln, lässt das Mama und Papa schon mal verzweifeln. Das müssen sie aber nicht.

Baierbrunn (dpa/tmn) – Wenn kleine Kinder zum Suppenkasper werden und fast bei jeder Speise mäkelig sind, nervt das viele Eltern. Sie sollten dennoch entspannt bleiben, rät die Apothekenmagazin «Baby & Familie» (Ausgabe 11/2019).

«Sind die Eltern gestresst, überträgt sich das immer auf die Kinder. Wenn die Eltern eskalieren, eskalieren die Kinder folgerichtig auch», erklärt Johann Klotter, Prof. für Gesundheits- und Ernährungspsychologie an der Hochschule Fulda, gegenüber dem Magazin. Er kann sogar Positives im Mäkeln entdecken. Dadurch entwickele das Kind eigene Präferenzen und treffe eigene Entscheidungen. Das sei ein wichtiger Bestandteil der Persönlichkeitsentwicklung.

Die Entscheidung des Kindes zu akzeptieren, heißt aber nicht, dass Eltern aufgeben sollten. Der Ernährungspsychologe empfiehlt Eltern, ihr Kind schon bei der Essensplanung einzubeziehen – von Anfang an. Das funktioniere schon mit Zweijährigen, so Klotter. Sein Tipp: «Fragen Sie Ihr Kind, was es essen möchte, und bereiten Sie dies zusammen mit ihm zu.» Auch beim gemeinsamen Einkaufen könne man dem Kind die Lebensmittel zeigen und erklären.

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Welche Nährstoffe brauchen Kinder?

Kinder wachsen noch. Dazu brauchen sie Vitamine, Mineralien und Spurenelemente. Welche das zum Beispiel sind, wo sie vorkommen

von Peggy Elfmann, Daniela Frank

Groß und stark werden? Das wollen die meisten Kinder. Damit ihr Wachstum und ihre Entwicklung gut verlaufen, benötigt ihr Körper viele Nährstoffe: Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente. Viele davon kann der Organismus nicht selbst herstellen. Deshalb müssen wir sie über die Nahrung aufnehmen.

Doch in welchen Nahrungsmitteln befinden sie sich? Und wie viel sollen Kinder davon essen? Basierend auf Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung haben wir eine Auswahl wichtiger Nährstoffe zusammengestellt, die der Körper braucht – teilweise auch mit der Angabe, worin sie enthalten sind.

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Nicht einfach zu Vitaminpillen greifen

Die wichtigste Botschaft von Ernährungswissenschaftlern: Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente bekommt der Körper am besten aus einer bunten und gesunden Mischung natürlicher, frischer Nahrungsmittel. Nahrungsergänzungsmittel und mit diesen Stoffen angereicherte Lebensmittel sind für Gesunde nur in ganz bestimmten Fällen sinnvoll. Wer darauf zurückgreifen möchte, sollte sich vorab vom Arzt oder Apotheker beraten lassen – schon um zu vermeiden, dass es zu einer Überdosierung kommt.

Nährstoffe: Auswahl von Referenzwerten

Zu einer gesunden Ernährung gehört eine ausgewogene Mischung verschiedener Nahrungsmittel wie frisches Obst, Gemüse, Vollkornbrot und Milch. Sie liefern wichtige Nährstoffe, die der Körper braucht. Hier eine Auswahl an Referenzwerten der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (Angaben jeweils pro Tag):


4 bis unter 12 Monate1 bis unter 4 Jahre4 bis unter 7 Jahre
Eiweiß11 g14 g18 g
Fett35–45% d. Energie30–40% d. Energie30–35% d. Energie
Natrium200 mg400 mg500 mg
Chlorid450 mg600 mg750 mg
Kalium600 mg1100 mg1300 mg
Magnesium60 mg80 mg120 mg
Kalzium330 mg600 mg750 mg
Eisen8 mg8 mg8 mg
Folat80 µg120 µg140 µg
Zink2,5 mg3 mg4 mg
Jod80 µg100 µg120 µg
Vitamin A (Retinol)
600 µg600 µg700 µg
Vitamin B 1400 µg600 µg700 µg
Vitamin B 2400 µg700 µg800 µg
Vitamin B 6300 µg600 µg700 µg
Vitamin B 12
1,4 µg1,5 µg2,0 µg
Vitamin C20 mg20 mg30 mg
Vitamin E4 mg5 bis 6 mg8 mg
Vitamin K10 µg15 µg20 µg

Hinweis: Es handelt sich bei diesen Angaben nur um eine Auswahl und um Durchschnittswerte, die zur Orientierung dienen sollen. Der Bedarf kann beispielsweise durch das Geschlecht und die körperliche Aktivität im individuellen Fall abweichen. Lassen Sie sich dazu am besten vom Kinderarzt beraten.

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