Erziehung

Wenn dein Kind "Nein" sagt, heißt das Nein.

Als Erwachsene haben wir unseren Kindern einiges an Wissen voraus, doch das bedeutet nicht, dass wir die Meinung unserer Kleinsten ignorieren dürfen. Gerade Kleinkindern sollten wir ganz aufmerksam zuhören – und akzeptieren, wenn sie “Nein” sagen!

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1. „Nein, ich habe keinen Hunger.“

Wir sehr wir es früher gehasst haben, unseren Teller mit Mittagessen leer zu machen, obwohl wir doch gar keinen Hunger hatten. Und heute? Heute machen wir genau dasselbe mit unseren eigenen Kindern.

Dabei merken wir doch selbst am besten, wann wir Nahrung brauchen und wann nicht. Vorausgesetzt, es werden nicht heimlich Süßigkeiten gefuttert, kannst Du Deinem Kind also ruhig selbst die Entscheidung überlassen, ob, wann und wie viel es essen möchte. So entwickelt es auch ein gesundes Bewusstsein gegenüber seinem Körper und seinem Hungergefühl.

2. „Nein, ich brauche keine Hilfe beim Essen.“

Selbstverständlich schneiden wir unseren Sprösslingen das Essen klein oder warten, bis es abgekühlt und essbar ist, doch irgendwann kommt der Zeitpunkt, an dem sie all das selber machen möchten – und auch sollten.

Verpassen wir es, unsere Kinder selber machen zu lassen, kann es gut sein, dass mit 8 Jahren immer noch nach Mama verlangt wird, wenn die Fleischstücke zu groß sind. Keine verlockende Vorstellung, oder?

3. „Nein, ich kann mich alleine anziehen.“

Dasselbe gilt für das leidige Thema Anziehen. Erst können sie es nicht alleine, dann wollen sie es nicht alleine. Doch wenn wir die Gelegenheiten nutzen, in denen sie sich selbst einkleiden wollen, geben wir ihnen genau die Hilfestellung, die sie brauchen.

4. „Nein, hör auf mich zu kitzeln.“

Manchmal ist es ein schmaler Grad zwischen Spaß und Schmerz. Beim Kitzeln sollten wir beispielsweise genau hinhören – wird noch gekichert oder schon protestiert? Kommt der Punkt, an dem unser Kind laut und bestimmt „Nein, aufhören!“ ruft, sollten wir sofort aufhören. So lernt Dein Kind zu vertrauen und ebenfalls solche Grenzen nicht zu überschreiten.

5. „Nein, ich will jetzt nicht knuddeln.“

Ähnlich ist es beim Knuddeln, Küssen, Schmusen. Manchmal wollen wir eben nicht die ganze Zeit gedrückt werden – und unseren Kindern geht es eben manchmal genau so. Eine Knuddel-Verweigerung sollten wir immer ernst aber niemals persönlich nehmen.

6. „Nein, ich will das nicht ausprobieren.“

„Oh schau mal, Du bist jetzt groß genug, um auf die Achterbahn zu gehen.“ Schön und gut, aber wenn das Kind nicht will, dann sollte es das auch nicht tun müssen. Gleiches gilt für Fußball spielen, reiten lernen und vieles mehr. Wir sollten unseren Kindern nichts aufzwingen – irgendwann wollen sie es von sich aus ausprobieren und dann macht es auch viel mehr Spaß.

7. „Nein, ich habe Angst davor.“

Niemals sollten wir mit den Ängsten unserer Kinder umgehen, als wären sie nicht wichtig oder albern oder als müssten wir sie nicht ernst nehmen. Wenn wir erkennen, wovor sich unser Kind fürchtet, sollten wir das ernst nehmen, darüber reden und auf keinen Fall versuchen, eine Art Konfrontationstherapie zu starten – dadurch könnte alles nur noch schlimmer werden.

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  • Sternchen

    Den Punkten kann ich alle zustimmen, man sollte sich das immer wieder bewusst machen….

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