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Was ich abgelehnten Vätern rate…

Was ich abgelehnten Vätern rate…

Ich möchte sie ermuntern, sich für den Erhalt der Beziehung zum Kind einzusetzen. Für Kinder ist es in aller Regel besser die Gewissheit zu haben, einen Vater zu haben der für sie kämpft, der sich für sie einsetzt, als einen Vater zu haben, der sich nicht kümmert, der sich ihnen gegenüber gleichgültig zeigt.
Leider wird ausgegrenzten Vätern häufig geraten, sich zurückzuziehen, Mutter und Kind Zeit zu geben, abzuwarten, bis das Kind von selbst den Wunsch nach Kontakt äußere. Dieser Rat ist jedoch falsch. Die Entwicklung eines PA-Syndroms ist ein prozesshaftes Geschehen. Je länger das Kind dem manipulativen Verhalten ausgesetzt ist, je schwieriger wird es, das Syndrom zu stoppen.
Der Vorwurf, Väter handeln konfliktverschärfend, wenn sie auf Kontakte zu ihren Kindern bestehen, ist unberechtigt. Vielmehr steht das Handeln des Vaters in Einklang mit den kindlichen Interessen und stellt eine adäquate und notwendige Antwort auf ausgrenzendes Verhalten dar.
Der erfolgversprechendste Weg ist familientherapeutische Hilfe in Anspruch zu nehmen. Dazu ist die Einsicht aller Familienmitglieder notwendig, daß dies im Interesse des Kindes notwendig ist. Meist lehnt der manipulierende Elternteil jedoch eine Teilnahme ab. Dann ist der abgelehnte Elternteil auf die Hilfe des Gerichts angewiesen. Wichtig ist, daß die Gerichte zu keiner Zeit zulassen, daß die Kontakte zwischen Kind und abgelehntem Elternteil unterbrochen werden. Es ist die gerichtliche Anordnung der Kontakte, was dem Kind den notwendigen Freiraum gibt, sich für die Beziehungspflege zu entscheiden. Das Kind muß dann sein Verhalten dem manipulierenden Elternteil gegenüber nicht rechtfertigen. Eine gerichtliche Umgangsanordnung und die Bereitschaft solche Entscheidungen notfalls gegen den Willen des manipulierenden Elternteils durchzusetzen, helfen nicht nur dem Kind. Sie stellen einen Appell an das verlorengegangene Unrechtsbewußtsein des manipulierenden Elternteils dar. Denn er ist sich in der Regel nicht darüber im Klaren, was er dem Kind und dem anderen Elternteil nimmt.

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