Erziehung

Das Verhalten des Vaters beeinflusst das Leben einer Frau für immer

Das Verhalten des Vaters beeinflusst das Leben einer Frau für immer

Er ist der erste Mann im Leben einer Frau und hoffentlich der erste, der sie liebt, beschützt und für sie da ist: Ihr Vater.

Ob innig, feindselig, neutral oder nicht existent: Jede Vater-Tochter-Beziehung ist einzigartig. Und doch haben alle Väter eines gemeinsam: Sie werden das Leben ihrer Töchter für immer prägen.

Die erste Begegnung mit dem männlichen Geschlecht

Die Begegnung mit dem Vater ist gleichzeitig die erste Begegnung mit dem männlichen Geschlecht: Das Bild des Mannes wird für immer mit dem Bild des Vaters verbunden sein, denn er war der Erste, der dieses Bild verkörperte.

Vor allem das Verhalten des Vaters wird den weiteren Lebensverlauf der Tochter maßgeblich beeinflussen: Wie ging er mit der Mutter um? Wie ging er mit ihr selbst um?

Jugendtherapeutin Dr. Meg Meeker erklärt, dass Frauen später vor allem Männer attraktiv finden, die sie so behandeln, wie der Vater sie behandelte.

Die meisten Menschen sehnen sich nach vertrauten und bekannten Verhaltensweisen und haben Angst vor Veränderung.

Vor allem deshalb erwähnt Meeker in ihrem Bestseller „Strong Fathers, strong Daughters“, dass Väter unbedingt erkennen müssen, wie stark sich ihr Verhalten auf die weitere Lebensentwicklung ihrer Tochter auswirken kann.

Wenn ein Mädchen beispielsweise mitbekommt, dass der Vater ihre Mutter schlecht behandelt, erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass sie sich später von Männern angezogen fühlt, die ebenso mit ihr umgehen.

Ausprägung des Selbstbewusstseins

Für die Ausprägung des Selbstbewusstseins im Erwachsenenalter ist der Einfluss des Vaters sogar noch entscheidender als der der Mutter: „Väter vermitteln Töchtern einen Sinn für Stärke und eine große Menge Selbstbewusstsein”, erklärt Meek.

Ihrer Meinung nach sind sich Töchter der grenzenlosen Liebe einer Mutter viel sicherer als der eines Vaters. Wenn der Vater ihnen Aufmerksamkeit schenkt, fühlen sie sich besonders gut und haben das gute Gefühl, ihr Leben unter Kontrolle zu haben.

Väter sollten ihre Töchter deshalb auf keinen Fall nur auf ihre äußere Schönheit aufmerksam machen, sondern sich vor allem auf die inneren Werte konzentrieren.

Untersuchungen von Prof. W.E. Fthenakis, zeigen zudem, dass Mädchen, die ein gutes Verhältnis zu ihrem Vater haben, weniger zu Depressionen neigen und seltener Drogen nehmen. Sie entwickeln auch seltener Essstörungen oder andere psychische Auffälligkeiten.

„Väter, die ihre Töchter ermutigen und fördern, sind so etwas wie eine Freikarte für beruflichen Erfolg und ein erfülltes Liebesleben einer Frau”, erklärt auch Psychologin Angelika Faas in der “Welt”.

Spätere Emanzipierung der Frau

Eine Studie, die im amerikanischen Fachmagazin „Psychological Science“ veröffentlicht wurde, offenbart, welche Rolle Väter auch für die spätere Emanzipierung ihrer Töchter spielen.

Demnach werden Töchter von Männern, die zwar sagen, sie seien für die Gleichberechtigung von Mann und Frau, sich aber nicht so verhalten, weniger emanzipiert als jene, denen das Prinzip der Emanzipation tatsächlich vorgelebt wird.

(Von Sophie Lobenhofer, Huffington Post)

No Comments Found

Leave a Reply

%d Bloggern gefällt das:
Zur Werkzeugleiste springen